Veröffentlicht am 25.09.2013, Offenbach-Post
Bonanza, Pippi und Hawaii bei Matinee der Stadtkapelle

Serienmusik am laufenden Band

Heusenstamm - Erkennen Sie die Melodie? Bei der Matinee der Stadtkapelle in der TSV-Maingau-Halle war unter diesem Motto nicht nur für gute Unterhaltung gesorgt, das Publikum durfte auch fleißig mitraten, welches Stück denn nun gespielt wurde.

Im mit Hinweisen bunt geschmückten Saal galt es, Serientäter und Konsorten zu erkennen.

Unter der Leitung von Dirigentin Kerstin Assmann-Schulz, die gemeinsam mit Alexander Richter moderierte, legten die Musiker gleich mit einem Klassiker los. Die Melodie aus „Bonanza“ erkannten die meisten bereits nach wenigen Tönen. Alle gespielten Stücke an diesem Morgen hatten eines gemeinsam: Sie hatten etwas mit dem Begriff „Serie“ zu tun. Entweder waren sie durch ein entsprechendes Format aus Kino und Fernsehen bekannt, oder hatten ihrerseits eine große Anzahl „Anwendungsbereiche“ vorzuweisen.

So wurde der Titel „Beyond the Sea“ nicht nur in „Findet Nemo“ verwendet, sondern in insgesamt 14 Filmen. „Olsenbande“, „Pink Panther“ und „Sanford and Son“ haben zwar schon einige Jährchen auf dem Buckel, musikalisch waren sie an diesem Vormittag aber wieder präsent. Auch „Pippi Langstrumpf“ wurde sofort erkannt. Wer einen richtigen Tipp abgab und dran kam, der konnte sogar Preise gewinnen. Die Musik zu „Hawaii 5-0“ war dann schon etwas schwerer zu erraten, doch mit einigen geschickten Hinweisen klappte auch das.

Für alle, denen bei den Stichworten wie „fliegende Hüte“ und „lustige Missgeschicke seit 85 Jahren“ der Groschen noch nicht gefallen war, den brachte Alexander Richter mit einem gekonnten Hackensprung auf die Spur der Stummfilm-Komiker „Dick und Doof“. In den Hinweisen waren immer interessante Hintergrundinformationen versteckt.

Wer hätte gewusst, dass das weltberühmte Musical „Starlight Express“ seine Existenz nur einer Zeichentrickserie um Thomas, die Lokomotive, verdankt, die nach Fertigstellung der passenden Musik erst einmal abgesagt wurde? Für den Papierkorb waren Andrew Lloyd Webber seine Noten zu schade, also fand er eine ganz eigene Art der Verwendung.

Erstmals standen Schüler der Adolf-Reichwein-Schule gemeinsam mit dem großen Orchester auf der Bühne. Durch eine Kooperation mit der Stadtkapelle haben die Schüler der Jahrgangsstufen fünf und sechs die Möglichkeit ein Instrument zu lernen. Zwei Stücke präsentierten die Jungmusiker gemeinsam mit dem großen Orchesters und erntete dafür besonders viel Applaus.

(pep)