Veröffentlicht am 20.01.2016, Stadtpost Heusenstamm
Mehr als nur schlichte Wissensvermittlung

Adolf-Reichwein-Schule informiert ĂŒber ihr Angebot

Heusenstamm (jro) – Beim jĂ€hrlichen Tag der offenen TĂŒr der Adolf Reichwein Schule (ARS) prĂ€sentierten SchĂŒler und Lehrer einen Vormittag lang neben den klassischen UnterrichtsfĂ€chern auch die verschiedenen Arbeits- und Neigungsgruppen, die an der Schule angeboten werden. Schulleiter Wolfgang Lippert ist an diesem Tag der wohl gefragteste Mann an der Schule.

Immer umringt von Kollegen, SchĂŒlern und natĂŒrlich vielen interessierten Eltern, die ihre Kinder an der ARS anmelden wollen. Ihm zur Seite stehen einige ZehntklĂ€ssler, die die Besucherinnen und Besucher ĂŒber das SchulgelĂ€nde fĂŒhren. Acht verschiedene Touren haben sich die Guides ausgedacht und prĂ€sentieren mit einem gewissen Stolz ihre Schule, die sie in einem halben Jahr mit dem Abschlusszeugnis verlassen werden.
Beim Rundgang durch die Klassenzimmer wird sehr schnell klar, dass Schule heute mehr als nur schlichte Wissenvermittlung bieten muss. KreativitĂ€t wird ebenso gefordert und gefördert wir soziale Kompetenz. Den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern steht eine Vielzahl an Arbeitsgruppen offen, in denen sie ihre Interessensgebiete vertiefen und ausprĂ€gen können. Das Repertoire reicht von Töpfern, Kochen und Tanzen bis hin zu Metallarbeiten oder Sprach- und SchreibwerksĂ€tten. Gian Paolo Picariello und Michelle Schmitt sind SchĂŒler der zehnten Klasse. Sie prĂ€sentieren an diesem Vormittag den Bereich „AK Programmierung“.

Sie haben kleine Roboter zusammengebaut und verschiedene Funktionen programmiert. Gian Paolo ist begeistert von der Technik und berichtet, dass er nun an die Fachoberschule wechseln möchte. Über den Kurs hat er seine Leidenschaft fĂŒr die IT-Branche entdeckt und möchte auch beruflich spĂ€ter einmal programmieren.

Schulleiter Lippert ist derweil mit Familie JĂ€ger im GesprĂ€ch vertieft. Kurz zuvor hat er eine PrĂ€sentation ĂŒber das Schulprofil gezeigt und jetzt geht es um den Schulwechel des 14-jĂ€hrigen Luis. Er besucht derzeit eine Schule in Dieburg und hat gemerkt, dass der Schulweg von Obertshausen aus doch zu anstrengend fĂŒr den 14-jĂ€hrigen ist. Zusammen mit einem der Guides war Familie JĂ€ger am SchulgelĂ€nde unterwegs und berichten Lippert, dass sie sehr beeindruckt von dem prĂ€sentieren Angeboten ist.

Lernzeit löst Hausaufgabenhilfe ab

Schulleiter Lippert ist derweil mit Familie JĂ€ger im GesprĂ€ch vertieft. Kurz zuvor hat er eine PrĂ€sentation ĂŒber das Schulprofil gezeigt und jetzt geht es um den Schulwechel des 14-jĂ€hrigen Luis. Er besucht derzeit eine Schule in Dieburg und hat gemerkt, dass der Schulweg von Obertshausen aus doch zu anstrengend fĂŒr den 14-jĂ€hrigen ist. Zusammen mit einem der Guides war Familie JĂ€ger am SchulgelĂ€nde unterwegs und berichten Lippert, dass sie sehr beeindruckt von dem prĂ€sentieren Angeboten ist. „Die Schule hat einen sehr guten Ruf“, erklĂ€rt die Familie und erzĂ€hlen, dass die Kinder von befreundeten Familien ebenfalls die Heusenstammer Haupt- und Realschule besuchen und mit dem Angebot und der Arbeit sehr zufrieden sind. Lippert macht mit den Eltern einen GesprĂ€chstermin aus, bei dem dann viele Details noch geklĂ€rt werden können.

Kurz darauf referiert Konrektorin Doris Huber ĂŒber das Nachmittagsangebot der Schule. Als eine Besonderheit hebt sie hervor, dass die Schule sich von der herkömmlichen „Hausaufgabenhilfe“ verabschiedet hat und stattdessen eine „nachmittĂ€gliche Lernzeit“, kurz NLZ anbieten. „Das besondere ist, dass wir die Fachlehrer, die am Vormittag in der Klasse unterrichten fĂŒr jeweils einen Nachmittag gewinnen konnten am Nachmittag noch mal eine zusĂ€tzliche Lernzeit anzubieten“. Aber nicht nur Lernen ist am Nachmittag bei den SchĂŒlern angesagt. Eine eigene SchĂŒlergruppe sorgt fĂŒr das Mittagessen. „Mit rund 70 Mahlzeiten jeden Mittag sind wir wohl das grĂ¶ĂŸte Resaturant in Heusenstamm“, lacht Huber.

Die 45 Lehrerinnen und Lehrer an der ARS tragen Verantwortung fĂŒr rund 490 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die in 23 Klassen unterrichtet werden. Gegliedert ist die Schule in 6 Förderstufenklassen, 9 Realschulklassen, 6 Hauptschulklassen und zwei Intensivklassen. „Bei den Realschulklassen haben wir erfahrungsgemĂ€ĂŸ in der 9 Klasse einen enormen Zuwachs, wenn die SchĂŒler vom Gymnasium kommen, weil sie dort die Anforderungen nicht mehr schaffen“ berichtet Lippert. Auch im Bereich der Intensivklassen könnte es im kommenden Schuljahr noch Zuwachs geben, wenn noch mehr SchĂŒler ohne Deutschkenntnisse an die Schule kommen.

„SchĂŒler fĂŒr SchĂŒler“ ist ein weiterer Ansatz, den die Schule verfolgt. Die Betreuung von Kiosk und Teestube, Bus- und Bahnbegleiter, der Pausensport, die BĂŒcherei und die Mediation werden von SchĂŒlern organisiert und angeboten. In anderen Bereichen gibt es Kooperationspartner, die das schulische Angebot erweitern. Die Stadtkapelle Heusenstamm bietet Instrumentalunerricht an, die Schulfeuerwehr weiß sich von der Freiweilligen Feuerwehr gut unterstĂŒtzt, das DRK unterstĂŒzt die SchulsanitĂ€ter. Aber auch die IHK, die Kreishandwerkskammer, Lidl oder das Diakonische Werk sind Kooperationspartner der Schule. SchĂŒlervertretung, Elternbeirat und Förderverein unterstĂŒtzen ebenfalls viele der Aktionen und Initiativen der Schule.

Familie JĂ€ger geht, wie die meisten Besucher an diesem Vormittag mit vielen neuen EindrĂŒcken nach Hause und Schulleiter Wolfgang Lippert ist zufrieden, dass Heusenstammer Haupt- und Realschule nicht nur einen guten Ruf hat, sondern dass vor allem ein engagiertes Lehrerkollegium den Schulalltag mit Leben fĂŒllt.